Monat: März 2012

Neue Erkenntnisse aus Bülach

Am letzten Samstag stand einer unserer OBOS Saison Höhepunkte auf dem Programm, das Veteranen Turnier in Bülach. Und dabei fiel mir erstmals etwas auf, dass ich bisher noch gar nie bemerkt hatte und für mich eigentlich sehr motivierend ist. Und zwar hängt das mit der Tatsache zusammen, dass ich erstmals mit Bruno Erni, der mit Bäretswil am Turnier teilnahm, in der Garderobe war. Ok, im letzten Jahrhundert, als wir auf den Rampen des Schluefwegs die Mannschaft von Kloten zu den Meistertiteln schrien, wäre dies noch ein Grund gewesen, sofort um ein Autogramm zu bitten. Aber heute? Nein danke. Denn mir fiel auf, dass er (und auch viele andere Spieler dieses Turniers) dick geworden ist und nicht mehr sehr viel von einem Spitzensportler an sich hat. All die Ernis, Schlagenhaufs etc. sind einiges langsamer geworden (auch wenn sie für mich immer noch zu schnell sind), Luft haben sie auch nicht mehr viel nach 2, 3 Einsätzen etc. Ihre Pässe sind zwar immer noch schärfer als meine Schüsse je sein werden und auch das Auge für den öffnenden Pass haben sie, was auch bei mir der Fall ist, allerdings kommen ihre Pässe jeweils bei einem Mitspieler an. Aber Angst machen die nicht mehr, denn sie sind alt geworden. Das ist richtig Balsam für meine Seele gewesen und wenn die so weiter machen, sind die bald einmal schlechter wie ich. Denn ich kann viel weniger an Fähigkeiten verlieren als die es noch können. Und somit wird sich das irgendwann mal angleichen. Ok, ich gebe zu dass es Ausnahmen gibt, wie einen Manuele Celio, der immer noch sehr schnell ist. Aber da muss es wohl mit seiner Kindheit zusammen hängen, denn in der Leventina lernt man sicher schon als kleiner Junge möglichst schnell aus diesem Tal rauszukommen.

Was das Turnier angeht so haben wir unsere Ziele sicher übertroffen. Ich für mich wollte wie auch schon die letzten Jahre einen Käse gewinnen, was auch gelang, da wir wiederum gegen Chateau D’Oex spielten. Aber dieses Jahr gewannen wir das Turnier sogar! Echt, ist kein Scherz. Es gab nämlich eine Fairplaywertung, welche wir souverän gewannen! Ein anderes Ziel, ein Rang unter den ersten 10, verpassten wir hingegen mit dem 10. Rang äusserst knapp. Das die anderen Mannschaften tatsächlich nicht mehr so übermächtig sind, zeigt die Tatsache auf, dass die Resultate der letzten beiden Turnierspiele zusammengezählt in etwa ein normales OBOS Endresultat der abgelaufenen Saison erreichten. Und dort spielen wir ja bekanntlich gegen Plauschmannschaften. Ein weiteres Indiz dafür ist die Tatsache, dass wir uns im ersten Spiel wesentlich besser verkauften als letztes Jahr (0:3 gegen 1:7). Die höchste Niederlage erkämpfte sich zudem Basel und nicht wir. Und wer weiss wie schwer wir uns normalerweise gegen Basel tun, kann diese Tatsache nicht hoch genug einschätzen. All dies sind sehr ermutigende Tatsachen und ich freue mich bereits auf das nächste Turnier gegen diese alten Säcke.

Darki

Kaffee, Gipfeli und Hockey

Es war früh an diesem Samstagmorgen, als sich die ZEP‐Spieler des EHC Swissair auf den Weg zur Kolping‐Arena machten. Der erste Schock hatten wohl alle, als sie die Aussentemperaturanzeige des Autos auf der Hinfahrt immer weiter fallen sahen. Bei ‐17o Celsius ein Hockeyspiel draussen, das müsste jetzt nicht sein. Aber im Aufgebot von Kai stand da doch was von Halle. Also schien alles nicht so schlimm. Als bei der Anfahrt an die Arena aber dann das Geräusch des Zambonis auf dem Aussenfeld zu hören, und eben dieses auch noch hell erleuchtet war ging doch einigen ein kleines EISIGES Schaudern durch Mark und Knochen. Als dann noch auf dem Garderobenbelegungsplan ersichtlich war, dass wir die Garderobe im Parterre haben…halt, die Treffs sind im 1. Stock einquartiert, doch nochmals Glück gehabt.

Nach und nach trudelte ein Spieler nach dem anderen ein, und alle sahen irgendwie noch einigermassen verschlafen aus.
Also gab es erst mal ein kleines Frühstück, da ein geschlossenes Restaurant in der Kolping zu erwarten war hatten ein paar bereits vorgesorgt. So verwandelte sich die Ablage neben der Dusche schnell in ein Z’Morgen‐Buffet mit Kaffemaschine, Gipfeli, Früchten und für die, welche das Koffein eigentlich lieber Intravenös hätten stand auch noch der Energy‐Drink bereit.

Alles war wunderbar, die Stimmung im Team super und es wurde gegessen und gelacht.

Äh…da war doch noch was, weswegen wir überhaupt so früh nach Kloten mussten. Ah ja, wir hatten doch noch einen Match zu bestreiten.
Schnell angezogen konnten wir mit leichter Verspätung doch noch ein anständiges Aufwärmen absolvieren. Leider machte sich bei Nic sein Tête‐à-tête mit der Torumrandung vom letzten Match suboptimal bemerkbar, was ein Spielen für Ihn leider unmöglich machte.

Trotz seines Ausfalls starteten wir das erste Drittel wie es sich unser Coach erhoffte. Wir spielten solid aus der Defensive heraus und kamen dann vor allem gegen Ende des Drittels zu einigen guten Abschlüssen, leider aber ohne zu Punkten. Aber auch die Treff brachten Den Puck nicht über unsere Torlinie und so endete ein gutes erste Drittel mit 0 : 0.

Im zweiten Drittel wollten wir genau so weiterspielen wie wir im ersten Drittel angefangen haben. Tönt gut, klappte dann aber nur bis die Uhr genau 08:00 Uhr morgens anzeigte und wir lagen 1 Tor zurück.
Wir konzentrierten uns aber weiterhin auf unsere Defensivarbeit und hätten durch einige schöne Spielzüge durchaus auch ausgleichen können. Nach einer Wunderschönen Kombination unsererseits, welche wie so oft nicht im Tor endete, war es dann allerdings der Konter der Treff, welcher uns mit 2 Toren hinten stehen liess.

Auch im dritten Drittel agierte der EHC Swissair weiter solide aus der Defensive heraus und schon nach wenigen gespielten Minuten konnten wir Jubeln. 1 : 2 der Spielstand, der Anschlusstreffer, da sollte doch der Sieg möglich sein. Leider hat unser Anschlusstreffer den Torhunger auch bei den Verteidigern geweckt und unsere Taktik war ein wenig aus dem Ruder gelaufen. Wir hatten wohl gute Chancen, den Ausgleich zu schiessen, durch die offensivere Einstellung hatte dann allerdings auch die Treff mehr Platz. Es kam wie es im Hockey so oft kommt: in kurzen Abständen konnte unser Gegner 3 Tore zu Buche schreiben was die Partie trotz dem kurz vor Schluss geschossenen zweiten Tor entschied.

Fazit:
5 : 2 Verloren an einem bitter kalten Samstagmorgen(früh!!), Nic jetzt definitiv verletzt,
und die Erkenntnis, dass wir trotzallem ein super Team mit guter Stimmung sind, in welchem nicht nur ans Bier nach dem Match sondern auch an den Kaffe vor dem Match gedacht wird.

#68